Geschichte

 

Die zwei Bilder zeigen einen alten Elternbrief von 1921, der an die Eltern der damaligen 40. und 56. Grundschule gerichtet ist.

 

Die Geschichte Trachaus reicht bis in die Bronzezeit zurück und findet im Jahre 1242 ihren ersten Höhepunkt in der urkundlichen Erwähnung als Trachennowe. Leider kann man die ursprüngliche Bedeutung nicht mehr feststellen. schule-alt
Ab 1400 wurde der Name Trachau amtlich festgeschrieben. Lange Zeit blieb es ein beschauliches Dorf mit harter Arbeit und wenig Bildung, denn eine  Schulpflicht gab es nicht und die nächste Schule war die weit entfernte Kirchschule in Kaditz.
Im Jahre 1787 begann die Zeit des Wachstums in Trachau durch den Anschluss der neuen Poststraße nach Meißen und Dresden. Trotzdem dauerte es noch bis 1873 bis in Trachau eine eigene Schule entstand. In den folgenden 15 Jahren vervierfachte sich die Einwohnerzahl Trachaus und in weiteren 10 Jahren gab es noch einmal ein Verdopplung auf ca. 3400 Einwohner. In dieser Zeit beschloss der Schulvorstand den Bau einer neuen Schule.
Am 15. März 1899 wurde das Schulhaus am heutigen Standort eingeweiht und musste bereits nach wenigen Jahren an der Südfront wieder erweitert werden. Trachau war bis zum Jahre 1900 auf 4500 Einwohner angewachsen. Lange Zeit blieben die Felder westlich der Schule als Acker- und Weideland erhalten, während östlich und vor allem nördlich eine rege Siedlungsphase viele Häuser entstehen ließ. Trachaus Selbstständigkeit endete am 01. Januar 1903 mit der Eingemeindung zur Stadt Dresden.

Unser Schulgebäude

1899: Am 15. März erfolgt die Einweihung des Schulgebäudes mit einem großen Festakt.56_Grundschule
1900: Inzwischen wird die Schule von fast 600 Kindern genutzt. Bis zur Einweihung der Apostelkirche 1929 erfolgt in der Turnhalle eine Doppelnutzung zu kirchlichen Zwecken.

Die rasante Entwicklung Anfang des 20. Jahrhunderts führt zu raschen Veränderungen im Schulprofil. Die bisherige Volksschule mit Bürgerschulklassen wandelt sich in die 40. Bezirksschule und die XVI. Bürgerschule.

1906 werden bereits mehr als 1300 Schüler unterrichtet.
1911 wird der Erweiterungsbau eröffnet, sein Haupteingang ist die Cottbuser Straße 34. Dort zieht nun die 40. Bezirksschule ein, während die XVI. Bürgerschule in der Böttgerstraße verbleibt.
1919: Mit dem Wegfall des Bildungsprivilegs wird die allgemeine Volksschule eingeführt. Die 40. Volksschule befindet sich nunmehr in beiden Häuser und wird von einem Direktor geleitet.
1920 erfolgt eine Teilung in die 40. Volksschule in der Cottbuser Straße und die 56. Volksschule in der Böttgerstraße.alte_schule

Aus dem Jahr 1912 ist ein Elternbrief erhalten geblieben.

In den Jahren der Weimarer Republik 1919-1933 entwickelt sich die 56. Volksschule Dresden-Trachau zu einer geschätzten Bildungseinrichtung, an der für die Schulgeschichte Trachaus bedeutende Lehrerinnen, Lehrer und Schulleiter wirken. Viele Traditionen, wie zum Beispiel die der musischen Erziehung mit allen Schülern (Theateraufführungen, Schulfeste etc.) werden entwickelt, geprägt und fortgeführt. Aber Kriegsvorbereitung und der Zweite Weltkrieg hinterlassen auch an der 56. Volksschule Spuren und Wunden. Verkürzter Unterricht wegen fehlender Lehrkräfte, zeitweise Schließung wegen ansteckender Krankheiten, Brennstoffmangel u.ä. prägen die Jahre zwischen 1941 und 1944. Schließlich wird in der 56. Volksschule ein Behelfslazarett eingerichtet und in den letzten Kriegsmonaten kein Unterricht mehr erteilt.

1945 beginnt der Unterricht an den zur Verfügung stehenden Schulen.
1959 wird an den Schulen der DDR ein neuer Lehrplan wirksam, der die allgemeine polytechnische Bildung mit 10-jähriger Schulzeit in das Zentrum des Volksbildungswesens rückt.
1978 erhält die 56. polytechnische Oberschule Dresden den Namen „Georg Wolff“ verliehen.
1991 tritt das Sächsische Schulgesetz in Kraft und 1992 sind in unserem Schulgebäude wieder zwei Schulen untergebracht, die 56. Grundschule und die 56. Mittelschule Dresden.
1999 feiert das Schulhaus Böttgerstraße 11 (56. Grund- u. Mittelschule) den 100. Geburtstag.
Durch sinkende Schülerzahlen im Wohngebiet wurde die Schließung der 40. Mittelschule auf der Cottbuser Straße 34 im Jahre 2002 notwendig. Danach zog die 56. Mittelschule in die Cottbuser Straße 34 ein, mit Übernahme aller Lehrer und Schüler beider Schulen.

Entwicklung der Grundschule

 

1992 zweizügig mit 200 Schülern, 8 Klassen und 15 Lehrern 56_Grundschule1990
1992 – 1996 Schulversuch „Grundschule mit musisch-kreativer Profilierung“ , wissenschaftlich begleitet von der TU Dresden
1997 Anerkennung durch das Kultusministerium als Grundschule mit musisch-kreativer Prägung
1997 – 2011 Einführung Flötenunterricht für alle Schüler in den Klassenstufen 1 und 2, erweiterter Kunstunterricht in Klassenstufe 4 und stadtoffene Grundschule dank Förderung des Kultusministeriums
1996 – 2008 Lehrer arbeiten meist in Teilzeit (82%, später 56%) Geburtenknick ab 1990
2009/ 10  Komplettsanierung Schulhaus und –hof  als dreizügige Grundschule (Auslagerung in 27. und 56.MS)
 

 

 

2011/ 12 Erhalt, Fortführung und Umstrukturierung der musisch-kreativen Prägung ohne Fördermittel
2011 Änderung Schulnetzplan – 56. Grundschule wird vierzügig
2013 – 2015 Sanierung der benachbarten 56. Oberschule: Die Grundschule erhält vier zusätzliche Klassenräume im Haus der Oberschule (Übergang 1. OG).
2015   Schließung Kinderhaus Wilma – Doppelnutzung  alle Klassen
2016 354 Schüler, 15 Klassen, 18 Stammlehrer, vierzügig, 127 Schulanmeldungen für 2017

                        Haus2011